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Zwiesel - Juni 2024 - Der Landtagsabgeordnete Martin Behringer (FW) hat kürzlich die Arberlandklink Zwiesel,besucht. Das Ziel: Sich ein umfassendes Bild von den aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven im Gesundheitswesen zu machen.
Seit seiner Gründung im Jahr 1929 hat das Krankenhaus Zwiesel eine eindrucksvolle Entwicklung durchlaufen. Mit zahlreichen Umbauten und Anbauten hat es seine Kapazitäten erweitert und Umstrukturierungen vorgenommen, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Einer der neuesten Erweiterungen ist der Bau eines Personalwohnbereichs..
Die Arberlandklinik Zwiesel und die Arberlandklinik Viechtach bieten eine breite Palette medizinischer Dienstleistungen an. Kliniken-Vorstand Christian Schmitz betonte, dass beide Standorte erhalten bleiben sollen, da aufgrund der großen Entfernungen nur so die Versorgung im Notfall in akzeptabler Zeit sichergestellt sei.
Eine wichtige Herausforderung, die während des Besuchs hervorgehoben wurde, ist die Sicherstellung einer effektiven Notfallversorgung, die mit hohen Investitionen verbunden sei. Im Personalbereich führt ein Mangel an Fachärzten zu steigenden Gehaltsforderungen. "Die Reform des Gesundheitswesens und die damit verbundenen Defizite in den Krankenhäusern sowie die unüberlegte Forderung des Bundesgesundheits-ministers nach Reduzierung von Kliniken werden die Situation weiter verschärfen, insbesondere in ländlichen Gebieten" heißt es in einer von MdL Behringer veröffentlichten Pressemitteilung.
Kritik gab es an der geplanten Krankenhausreform von Bundesminister Karl Lauterbach. An beiden Standorten gebe es derzeit keine Möglichkeit, die mit der Reform geforderten Strukturvoraussetzungen zu erfüllen, schon allein das Personal wäre nicht zu bekommen. "Wenn man voll ausgelastet und gut arbeitet. macht man trotzdem ein erhebliches Defizit. So darf es nicht weitergehen. Dies Reform keinen Euro zusätzlich ins System. Wenn sie 2027 greift, sind durch die kalte Bereinigung viele Häuser bereits. insolvent", heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Vom Bundesgesundheitsminister sind in den Medien laufend abwertende Aussagen zur Qualität der Behandlung in kleineren Krankenhäusern zu vernehmen. "Das grenzt an Rufmord", heißt es in der Pressemitteilung. "Gute Versorgung braucht Zeit und genügend Personal" , betonte Schmitz. „Um dies zu gewährleisten, müssen die Gehälter komplett refinanziert, nicht durch Pauschalen abgegolten werden."
„Im Krankenhausreformgesetz steckt jede Menge Bürokratie und davon haben wir schon genug", wird Behringer in der Mitteilung zitiert. „Wir brauchen sofort Hilfen für unsere Krankenhäuser, damit die Beschäftigten und Patienten nicht die Zeche für die unverschuldete Finanznot der Krankenhäuser zahlen müssen" resümiert Behringer.
- bbz