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Ludwigsthal - August 2024 -Austausch ist wichtig. Genau deswegen sind jüngst auf Einladung der Freie-Wähler-Fraktion im Zwieseler Stadtrat Nationalpark-Leiterin Ursula Schuster, MdL Martin Behringer, Charly Bauer, Vorsitzender des Naturparks Bayerischer Wald, und Hermann Kastl, Gemeinderat in Lindberg, mit den Zwieseler Stadträten Hans-Peter Marx, Josef Süß und Georg Stadler im Haus zur Wildnis zusammengekommen. Bei dem Treffen ging es darum, aktuelle Entwicklungen im Nationalpark zu diskutieren und Anregungen seitens der politischen Mandatsträger an die Verantwortlichen des Schutzgebiets heranzutragen.
Eines der Hauptthemen war die Parkplatzsituation in Zwieslerwaldhaus. Dazu informierte Nationalpark-Chefin Schuster über den Sachstand bei den Planungen zum Verkehrskonzept. Zwieslerwaldhaus sei eine von drei Pilotdestinationen. Ziel sei es, die Anzahl an parkenden Autos im Dorf zu reduzieren. Dafür sei mittelfristig die Einführung von Parkgebühren geplant, die der Gemeinde Lindberg sowie dem ÖPNV-System des Landkreises Regen zugutekommen sollen.
Parallel dazu soll es einen kostenfreien P+R-Parkplatz sowie eine verdichtete Bustaktung nach Zwieslerwaldhaus geben. Der Lindberger Gemeinderat habe hierfür schon ein positives Votum abgegeben. Hauptakteure bei der Umsetzung sind die Gemeinde sowie der Landkreis.
Stadtrat Stadler kritisierte in diesem Zusammenhang die bisher unzureichende Taktung des Falkenstein-Busses. „Dazu finden bereits Gespräche mit dem Landratsamt statt, welches für den ÖPNV zuständig ist“, informierte Schuster. „Ziel ist es natürlich, gerade hinsichtlich der Umsetzung des Verkehrskonzepts, eine Taktverdichtung des Falkenstein-Busses zu erreichen.“ Darüber hinaus gebe das letzte Stück der Gemeindestraße zum Parkplatz Brechhäuslau am Ortsende von Zwieslerwaldhaus Anlass zur Sorge.
„Die Straße ist einfach in einem sehr schlechten Zustand“, sagte Stadtrat Marx. „Dies sollte mit der Gemeinde Lindberg verhandelt werden“, schlug daraufhin MdL Behringer vor. Nationalpark-Leiterin Schuster sagte, man stehe diesbezüglich bereits in Kontakt. Stadtrat Marx sprach auch noch den Grenzübergang Ferdinandsthal an. Er regte an, dort ein höheres Informationsangebot bereitzustellen. „Das wäre eine hervorragende Gelegenheit, um für die kulturgeschichtliche Sache des Nationalparks zu werben, vor allem für tschechische Wanderer“, merkte dazu auch Georg Stadler an. „Darüber hinaus müssen auch die amtlichen Tafeln dringend befestigt werden“, so Marx.
Ursula Schuster versprach, die Anregungen prüfen zu lassen. Ein entsprechendes Konzept zu Infotafeln für die Grenzübergänge im Nationalpark sei zwischenzeitlich in Arbeit. Das Anliegen zu den amtlichen Tafeln sei an die zuständigen Stellen weitergegeben worden und werde dort bereits bearbeitet.
Zum Abschluss des Gesprächs informierte die Nationalpark-Leiterin über weitere Neuigkeiten aus dem Schutzgebiet. Sie verwies auf die vier jungen Wölfe, die ins Nationalparkzentrum Falkenstein gezogen sind (wir berichteten). Auch die Eröffnung des barrierearmen, ertüchtigten Rundwegs „Ameise“ rund um Zwieslerwaldhaus stehe kurz bevor. „Am 11. Oktober wird eröffnet“, versprach Schuster. Somit gebe es dann auch im Zwieseler Winkel einen speziell auf die Bedürfnisse für Menschen mit Handicap ausgelegten Weg durch die entstehende Waldwildnis. Aber auch Familien mit Kinderwagen würden von der Ertüchtigung des Wegs profitieren. Zuletzt sprach die Gruppe noch kurz über die Borkenkäfersituation. Diese verlaufe moderat, berichtete Schuster. Der Anfall an befallenen Fichten in der Managementzone am Rand des Schutzgebiets sei heuer weit geringer als im Vorjahr.
Landtagsabgeordneter Behringer dankte am Ende allen Beteiligten für die Organisation und die Teilnahme. Einig war man sich darin, sich auch in Zukunft regelmäßig zu treffen und auszutauschen.