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Zwiesel - 17.12.2024 - Vielen ist es vermutlich gar nicht bewusst, und im Schulbetrieb fällt es auch nicht auf, aber: Die Glasfachschule Zwiesel (Landkreis Regen) ist keine eigenständige Schule, sondern seit fünf Jahren der Berufsschule in Regen angegliedert. Doch das wird sich im neuen Schuljahr wieder ändern – zur Freude der Verantwortlichen in Zwiesel.
2019, als die Leitung in der Glasfachschule wechselte, war entschieden worden, die Zwieseler Schule quasi zu einer Außenstelle der Regener Berufsschule zu machen. In der täglichen Arbeit hat sich das laut Schulleiter Gunther Fruth allerdings kaum niedergeschlagen. Nur in wenigen Bereichen habe es direkte Berührungspunkte gegeben; so musste etwa die Lehrerbeurteilung von der Zentrale in Regen abgesegnet werden.
„Entscheidend, dass der Status abgesichert ist“
Dennoch ist für Fruth und seine Stellvertreterin Iris Haschek die künftig auch wieder formelle Eigenständigkeit der Glasfachschule sehr wichtig. „Es ist ganz entscheidend, dass der besondere Status der Glasfachschule auch für die Zukunft abgesichert ist“, sagt Fruth. Denn niemand wisse, wie künftige Chefs der Berufsschule mit dem Thema umgehen würden. Womöglich könnte es Entscheidungen geben, die der vielschichtigen Materie an der Glasfachschule nicht gerecht würden. Die Zwieseler Schulleitung habe sich daher bemüht, so Fruth, die Eigenständigkeit wiederzuerlangen und dabei große Unterstützung durch Landrat Ronny Raith und insbesondere auch durch MdL Martin Behringer (FW) bekommen. Behringer, der die Glasfachschule als „Aushängeschild für das Glashandwerk weit über die Grenzen Bayerns“ bezeichnet, ist sehr froh, dass das Ziel erreicht werden konnte.
„Mit Gunther Fruth und Iris Haschek haben wir zwei erfahrene Pädagogen und hervorragende Fachkräfte, die die Schule nicht nur verwalten, sondern aktiv weiterentwickeln werden. Ich freue mich daher sehr, dass es uns gelungen ist, dabei zu helfen, die Bedingungen zu schaffen, um der Schule ihre Eigenständigkeit zurückzugeben.“
Kultusministerin: Es ist an der Zeit für diesen Schritt
Der FW-Abgeordnete hat sich nach eigenen Worten seit geraumer Zeit für die Loslösung der Glasfachschule von der Berufsschule Regen eingesetzt. Und nun ist es offiziell: Ab dem Schuljahr 2025/2026 wird die Glasfachschule wieder komplett eigenständig sein. Gunther Fruth und Iris Haschek bekommen damit auch schulrechtlich die uneingeschränkte Leitung der traditionsreichen Schule übertragen. Behringer dankt besonders Kultusministerin Anna Stolz, „die die Bedeutung der Glasfachschule für die Region und die Glasbranche erkannt und gewürdigt hat.
Die Ministerin erklärt in einer Pressemitteilung zu dem Thema: "Ich weiß um die Bedeutung der Glasfachschule in Zwiesel für die Menschen in der Region und für die Weiterentwicklung dwe Glasbranche über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus
Die Zwieseler Schulleitung habe sich daher bemüht, so Fruth, die Eigenständigkeit wiederzuerlangen und dabei große Unterstützung durch Landrat Ronny Raith und insbesondere auch durch MdL Martin Behringer (FW) bekommen. Behringer, der die Glasfachschule als „Aushängeschild für das Glashandwerk weit über die Grenzen Bayerns“ bezeichnet, ist sehr froh, dass das Ziel erreicht werden konnte. Erst vor wenigen Wochen wurde Zwiesel der offizielle Titel ’Glasstadt’ verliehen. Das ist auch das Verdienst der Menschen, die an der Schule Glashandwerk, Design und Technik auf höchstem Niveau lehren und erlernen. Es ist daher an der Zeit, dass wir der Glasfachschule mit dem Status der Eigenständigkeit wieder den Stellenwert geben, den sie verdient.“
Besonderer Stellenwert der Glasfachschule
Die 1904 gegründete Schule zählt heute zu den bedeutendsten Institutionen für das gestaltende und technische Glashandwerk sowie für Glasdesign und Glastechnik. Sie kombiniert traditionelles Handwerk mit modernster Technologie und bietet Schülerinnen und Schülern eine praxisnahe Ausbildung, die auf die Anforderungen der Glasindustrie und des Kunsthandwerks abgestimmt ist.
Sehr glücklich über die Entscheidung für die Eigenständigkeit zeigt sich auch die stellvertretende Schul-Chefin Iris Haschek: „Die gelungene Zusammenarbeit auf so vielen Ebenen und die große Unterstützung, die unsere Schule mit dieser Entwicklung erhalten hat, ist ein außerordentliches Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der gesamten Glasfachschulmannschaft!“
Gunther Fruth richtet Dankesworte vor allem an MdL Behringer und Staatsministerin Anna Stolz, denn mit dieser Entscheidung sei es gelungen, „den institutionellen Wert der Glasfachschule für Bayern und das Glas angemessen zu würdigen und damit für künftige Zeiten zu manifestieren“. Ausdrücklich schließt der Fachschulrektor in den Dank auch Landrat Ronny Raith für seine tatkräftige Unterstützung ein.
Landrat: Schule kann ihr Profil schärfen
Raith selbst ist ebenfalls sehr zufrieden mit diesem Ergebnis: „Es freut mich, dass unsere Bemühungen erfolgreich waren.“ Den Wunsch nach Selbstständigkeit habe er gerne unterstützt. Dadurch solle sich die Schule noch stärker als Fachschule etablieren können. Der praxisorientierten Ausbildung könne so leichter Rechnung getragen werden. Zudem erleichtere die Eigenständigkeit schnelles Handeln. Die Schule müsse individuelle Entwicklungsmöglichkeiten haben, so der Landrat, und durch die Eigenständigkeit ergebe sich hierfür mehr Spielraum für die Schulverantwortlichen. „Durch die Eigenständigkeit kann die Schule ihr Profil schärfen, das sie von anderen abhebt. Dazu gehört auch, dass man rasch auf Entwicklungen reagieren und wichtige Entscheidungen vor Ort treffen kann.“ Die Entscheidung trage zur Stärkung des Schulstandortes bei.
Und Martin Behringer erklärt: „Die Glasfachschule Zwiesel genießt weit über die Region hinaus einen exzellenten Ruf. Es ist mir ein persönliches Anliegen, dieser Institution die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit in der Glasregion Bayern-Böhmen bieten zu können.“