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Zwiesel - 23.12.2024 - MdL Martin Behringer hat mit Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger und Stadtrat Hans-Peter Marx die Gründerwerkstatt Glas Zwiesel (GWGZ) besucht – ein Projekt, das Tradition und Innovation im Bereich Glashandwerk vereint.
Die Initiative zur Einrichtung der Werkstatt ging ursprünglich von der Glasfachschule Zwiesel aus und wurde maßgeblich unterstützt durch die Anschubfinanzierung aus der Fraktionsreserve der Freie Wähler-Landtagsfraktion, die der ehemaligen MdL Manfred Eibl beantragt hatte. Behringer lobte die Gründerwerkstatt als entscheidenden Beitrag, um das Glashandwerk in der Region zu stärken und junge Talente zu fördern.
„Das Glashandwerk leidet allgemein unter strukturellen Herausforderungen und zahlreichen Betriebsschließungen“, so Herbert Unnasch, Geschäftsführer der Gründerwerkstatt Glas Zwiesel. Besonders kleine Manufakturen hätten es schwer, sich im Wettbewerb zu behaupten. Die Gefahr, dass traditionelle Techniken des Glashandwerks verloren gehen, sei real. „Die Gründerwerkstatt ist ein Hoffnungszeichen für Zwiesel und die gesamte Glasregion“, befand Behringer.
Die GWGZ bietet insbesondere Absolventinnen und Absolventen der Glasfachschule Zwiesel einen Ort, um ihre Fähigkeiten in die Selbstständigkeit einzubringen. Ziel ist es, diese Talente in der Region zu halten und so die lange Tradition des Glashandwerks fortzuführen. „Viele starten zunächst nebenberuflich, doch schon jetzt zeigen die Gründerinnen und Gründer, dass sie mit ihren Ideen eine Bereicherung für die Stadt sind“, so der Abgeordnete.
Die Gründerwerkstatt bietet zehn Werkstattplätze für unterschiedliche Handwerksbereiche. Lediglich ein Glasmacher fehlt, da die Anschaffung eines Schmelzofens zu teuer wäre. Die Betriebskosten werden weitgehend durch Sponsoren getragen, was den Handwerkerinnen und Handwerkern den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtert, weil sie nur geringe Mieten zu zahlen haben. Die hohen Materialkosten seien Herausforderung genug. Neben der Bereitstellung von Werkstätten unterstützt die GWGZ Gründer durch Kursangebote beispielsweise in Buchhaltung und Marketing. Dank eines wachsenden Netzwerks und laufender Empfehlungen kommen Aufträge zunehmend ins Rollen. Trotzdem wird Geduld benötigt, um die GWGZ als feste Größe zu etablieren. Ein aktuelles Problem ist die Beschaffung von Rohglas, erfuhr Behringer.
Unnasch hob hervor, dass in der Glasszene im benachbarten Böhmen, etwa in Kamenický Šenov, die Unterstützung von Firmen und Bezirksbehörden eine wichtige Rolle spiele. Diese Art von Engagement könnte auch für Zwiesel ein Vorbild sein. Seit vielen Jahren haben die Orte Zwiesel, Frauenau, Nový Bor und Kamenický Šenov engen Kontakt. Seit Sommer verbindet sie eine StädtepartnerschaftDank eines wachsenden Netzwerks und laufender Empfehlungen kommen Aufträge zunehmend ins Rollen. Trotzdem wird Geduld benötigt, um die GWGZ als feste Größe zu etablieren. Ein aktuelles Problem ist die Beschaffung von Rohglas, erfuhr Behringer.
Unnasch hob hervor, dass in der Glasszene im benachbarten Böhmen, etwa in Kamenický Šenov, die Unterstützung von Firmen und Bezirksbehörden eine wichtige Rolle spiele. Diese Art von Engagement könnte auch für Zwiesel ein Vorbild sein. Seit vielen Jahren haben die Orte Zwiesel, Frauenau, Nový Bor und Kamenický Šenov engen Kontakt. Seit Sommer verbindet sie eine Städtepartnerschaft.
Die GWGZ plant, sich 2025 am Symposium Glas zu beteiligen und weiter an der regionalen und internationalen Vernetzung zu arbeiten. Ein erfolgreiches Beispiel für kreative Projekte war der Adventskalender der Werkstatt, der das Interesse an den Produkten der jungen Handwerker geweckt hat.
„Die Gründerwerkstatt Glas ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Innovation und Tradition Hand in Hand gehen können. Sie verbindet die Glasgeschichte Zwiesels mit neuen Ideen und zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Region und ihren kreativen Köpfen steckt“, sagte Behringer abschließend und bedankte sich für die Führung durch Räume der Werkstatt bei Herbert Unnasch.
− bbz