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Umweltminister Thorsten Glauber (FW) im Gespräch mit Lokalpolitikern - "Kritiker nicht ausgrenzen"
Ludwigsthal. Als "echten Schatz" hat der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber den Nationalpark Bayerischer Wald bezeichnet. Im Rahmen seines Besuches am vergangenen Freitag (wir berichteten) kam es im Haus zur Wildniss zu einem Gedankenaustausch mit Lokalpolitikern der Region und mit Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl.
An dem Gespräch nahmen Bürgermeister Charly Bauer (Bayerisch Eisenstein), Lindbergs 2. Bürgermeister Hermann Kastl sowie die Zwieseler Stadträte Hans-Peter Marx, Georg Stadler und Michael Ruderer (alle Freie Wähler) teil. Den Hinweis aus der Runde, dass die Kritik am Nationalpark weitgehend verstummt sei, kommentierte der Minister mit dem Verweis, dass man Kritiker mitnehmen, nicht ausgrenzen müsse. Frühere Kritiker könnten manchmal später sogar zu wertvollen Fürsprechern werden. Dass der Nationalpark Bayerischer Wald heute auf große Resonanz in der Bevölkerung stoße und auch für den Tourismus im Bayerischen Wald eine wichtige Säule darstelle, kam bei dem Gespräch zum Ausdruck. Dass man in der touristischen Bewerbung des Nationalparks auf einem guten Weg sei, belegte dessen Leiter Franz Leibl unter anderem mit dem Hinweis, dass man heuer auf acht Touristikmessen vertreten sei, ebenso werbe die Bundesbahn für den Nationalpark. Mit dem Tourismusverband Ostbayern pflege man enge Verbindungen. Bei dem Gespräch ging es aber auch um verkehrstechnische Vorhaben wie den Radwegebau entlang der Straße von Ludwigsthal nach Bayerisch Eisenstein und um ganz konkrete Anliegen, was den Erhalt und die Nutzung von Anlagen im Nationalpark betrifft. Bayerisch Eisensteins Bürgermeister Charly Bauer und Lindbergs 2. Bürgermeister Hermann Kastl betonten nochmals die Notwendigkeit dieses Radwegs.
Das Radfahrerverhalten habe sich mittlerweile geändert, auch kämen mittlerweile Viele Bürger aus dem Nachbarland Tschechien mit dem Rad nach Bayern. Dass die Realisierung dieses Projektes, für das man schon seit 30 Jahren kämpfe, nunmehr ein entscheidendes Stück vorangekommen sei, dafür bedankte sich Bürgermeister Bauer ausdrücklich. Dabei würdigte er auch die Unterstützung durch Dr. Leibl. Die Zwieseler Stadträte Marx und Stadler sprachen die verstärkte touristische Nutzung von weiteren Unterkunftshäusern wie Schachtenhaus und Diensthütten an. Dazu erklärte Leibl, dass der Nationalpark eine Vielzahl von Liegenschaften habe. Derzeit würden zum Beispiel die Hütte beim Schwellhäusl und die Schwarzbachklause renoviert und für Übernachtungen hergerichtet. Das Schachtenhaus sei denkmalgeschützt, Übernachtungen seien dort nicht vorgesehen. In den letzten Jahren sei in diesem Bereich sehr viel gemacht worden, so Leibl, aber alles sei nicht realisierbar, schließlich sei es auch mit vielen Kosten verbunden. Es gebe immer eine Abwägung zwischen Möglichem, Notwendigem und einer ökologischen Verbesserung. Von Georg Stadler wurde auch der mögliche Erhalt alter Triftanlagen angesprochen, die Zeugnis der geschichtlichen Entwicklung des Bayerischen Waldes seien. Dazu Dr. Leibl: "Attraktive Restanlagen können erhalten werden und dies in Absprache mit dem Denkmalschutz. Aber auch hier spielen die Finanzmittel eine Rolle." - ja