05.07.2021
Von Stundentakt bis Digitalisierung

Zwiesel - Juli 2021 -  "Wir stehen vor umfangreichen Veränderungen bezüglich der Mobilität", betonte MdL Manfred Eibl (FW), stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Verkehr im Bayerischen Landtag, als er die Mitglieder der FW-Stadtratsfraktion Zwiesel über die anstehenden Ausschreibungen des Schienenverkehrs Regionalbahnen Ostbayern informierte.

Die Strecke verbindet den Nationalpark Bayerischer Wald sowie die Arber-Region mit den Städten Deggendorf und Plattling bis beispielsweise Passau, München oder Nürnberg. Die Neuausschreibung dieser bisher von der Länderbahn bedienten Strecke biete, so Eibl , zukunftsweisende Neuerungen wie beispielsweise die dynamische Fahrgastinformation auf Basis von Echtzeitdaten oder barrierefreie Fahrzeuge.

 

"Wir brauchen diese digitalen Mobilitätsinformationssysteme, damit die verschiedenen ÖPNV-Angebote bequem nutzbar werden", meinte der Abgeordnete. Förderlich hierfür wäre zudem die Einrichtung eines Nahverkehrsverbundes Bayerwald. Man brauche das Zusammenspiel eben solcher zukunftsorientierter Mobilitätsprojekte, um die notwendige Mobilitätswende, die in den Städten bereits begonnen habe, auch erfolgreich im Bayerischen Wald einzuläuten. "Dabei gilt es, gegenüber der Bayerischen Eisenbahngesellschaft einige unerfüllte Forderungen durchzusetzen", so der MdL.

In diesem Zusammenhang liegen vielen Zwieseler Stadträten insbesondere der geforderte Stundentakt auf der Strecke Zwiesel-Grafenau, die Umgestaltung des Bahnhof-Empfangsgebäudes sowie geltende Mindeststandards der Vertriebsinfrastruktur am Herzen. Um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Infrastruktur gewährleisten zu können, wird zudem ein besonderes Augenmerk auf drei sanierungsbedürftige Brücken zwischen Regen und Zwiesel gelegt.

Manfred Eibl appellierte an die die BEG, auf dem Weg zum Verkehrsknotenpunkt Zwiesel endlich Strecke zu machen, damit man die Mobilität der Zukunft auf die Gleise bringe – auch im Pkw- dominierten Bayerwald.

bbz