09.07.2020
Werbung für Zwiesel beim Wirtschaftsminister

Eine Freie-Wähler-Abordnung aus Zwiesel hat jetzt bei Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in München für die Ansiedlung des Landesamtes für Grundsteuern in Zwiesel geworben.

Die Zwieseler Delegation bestand aus den Stadträten Hans-Peter Marx und Georg Stadler sowie Investor Thomas Donaubauer, der, wie berichtet, zusammen mit anderen Gebäudeeigentümern am Stadtplatz bereits einen konkreten Plan für die Unterbringung der Behörde im Stadtzentrum hat ausarbeiten lassen. Marx bedankte sich für die Entscheidung der Staatsregierung, die Behörde im Raum Zwiesel anzusiedeln und zeigte sich erstaunt, welche Orte sich im Zuge der Diskussion inzwischen zum Raum Zwiesel zählen. Nachdrücklich warb der FW-Ortsvorsitzende dafür, das Amt im Stadtzentrum von Zwiesel zu etablieren. Zwiesel biete beste Voraussetzungen für die 300 Stellen umfassende Behörde und könne allen Bediensteten einen attraktiven Standort bieten.
Man verfüge über eine gute Infrastruktur, mit der Bundesstraße 11 bestehe für Berufspendler eine Anbindung an das überörtliche Verkehrsnetz. Zudem sei Zwiesel Bahnknotenpunkt, dessen Hauptlinie von Bayerisch Eisenstein bis zum Fernverkehrsbahnhof Plattling reiche und im Stunden- bzw. Zwei-Stunden-Takt die Nebenstrecken nach Grafenau und Bodenmais bediene. Beste Bildungsmöglichkeiten, eine umfangreiche Gesundheitsvorsorge und hervorragende Sportmöglichkeiten seien in der Stadt ebenfalls gegeben.

Das Grundsteueramt könne 300 hochwertige, heimatnahe Ar-beitsplätze für junge Leute aus Niederbayern und der Oberpfalz bieten und damit die Region strukturell stärken, argumentierte Stadtrat Georg Stadler. Zudem sei der Zwieseler Stadtkern bereits ein Standort für Steuerbehörden, verwies Stadler auf das Finanzamt und die Außenstelle des Landesamtes für Steuern.

Thomas Donaubauer betonte gegenüber Minister Aiwanger, wie wichtig es sei, im Hinblick auf die Wiederbelebung von Innenstädten das Grundsteueramt im Stadtzentrum von Zwiesel zu errichten. Es bestehe die historische Chance, die Innenstadt zu einem Kompetenzzentrum für Steuern zu gestalten. Die 300 neuen Arbeitsplätze würden das Konzept "Arbeiten, Wohnen und Leben am Stadtplatz" komplettieren. "Man muss neue Wege gehen", meinte Donaubauer. Von dem Gedanken einer reinen Einkaufsstadt im Zentrum von Zwiesel sollte man sich seiner Ansicht nach, gerade auch mit Blick auf die Entwicklung in den Nachbarstädten, verabschieden. "Mit unserem Innenstadtkonzept können wir dem Freistaat eine Fläche von weit mehr als den angedachten 5000 Quadratmetern zur Verfügung stellen", so der Investor.

Durch einen schnellen Abschluss des ISEK-Projektes seitens der Stadt Zwiesel bestehe die einzigartige Gelegenheit, mit einem Parkdeck vorm Jahnstation den Zugang zu den neu errichteten Bürogebäuden barrierefrei sicherzustellen. Das sei auch eine Lösung für den leblosen Bereich vor dem Stadtpark, denn hier könne ein direkter Zugang ins Stadtzentrum und die Anbindung der Arkaden von Zwiesel Glas geschaffen werden. Das Konzept solle zur allgemeinen Stärkung der Kaufkraft innerorts beitragen.

Staatsminister Aiwanger bedankte sich für die Initiative aller Beteiligten und sagte seine Unterstützung für eine optimale Lösung für Zwiesel zu.− bbz