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Kandidaten für den Stadtrat nominiert - Josef Süß verlässt die PWG
Zwiesel. Die Freien Wähler haben ihre Kandidaten für die Stadtratswahl nominiert. Auf der Liste finden sich unter anderem sechs Frauen und der bisherige PWG-Stadtrat Josef Süß. FW-Vorsitzender Hans-Peter Marx begrüßte die Anwesenden im Gasthof "Posthalter" , insbesonde MdL Manfred Eibl und Bezirksrat Heinrich Schmidt, der die Wahl leitete.
In Zwiesel dürfe nicht nur immer debattiert, sondern es müsse auch gehandelt werden – so umriss Hans-Peter Marx das Hauptziel der FW-Stadtratsfraktion in der kommenden Wahlperiode. Momentan herrsche Stillstand in der Stadt, schon auf den Weg gebrachte Maßnahmen, wie zum Beispiel das integrierte Stadtentwicklungskonzept, seien sang- und klanglos im Sande verlaufen. Auch die vom Stadtratlängst beschlossene grundlegende Änderung der Verkehrsführung ruhe, kritisierte der Ortsvorsitzende.
Es sei schwierig und mühsam in der aktuellen politischen Konstellation Fortschritte zu erzielen, bekräftigte auch Stadträtin Susanne Vilsmeier-Wenzl. Dies mache aber eine sachbezogene, bürgernahe Stadtratsarbeit umso notwendiger, weshalb sie sich zu einer erneuten Kandidatur entschlossen habe. "Es gilt, Zwiesel im Sinne der Bürger, die den Stadtrat wählen und dessen Interessen dieser zu vertreten hat, voranzubringen, auch in Zeiten der Konsolidierung", so Susanne Vilsmeier-Wenzl.
Dem pflichtete Unternehmer und Stadtratskandidat Thomas Donaubauer nachdrücklich bei. „Zwiesel erlebt seine letzte Chance, um nicht endgültig den Anschluss zu verlieren“, so Donaubauer.
Stadtrat und FW-Kreisvorsitzender Georg Stadler hob die positiven Aspekte der Stadtratsarbeit und die erzielten Erfolge hervor. Ausführlich würdigte er das reichhaltige gesellschaftliche Leben der Stadt Zwiesel, welches man als Stadtrat aus nächster Nähe erleben könne und das immer wieder inspirierend und motivierend sei. Auch über das starke Kandidatenfeld der Freien Wähler freute sich Stadler. So sei er besonders stolz auf die ausgewogene Besetzung der Stadtratsliste, Lebenserfahrung, Amtserfahrung und auch neue, frische Ideen durch jüngere Kandidatinnen und Kandidaten, das mache eine starke Mischung aus. Zudem habe man einen hohen Anteil weiblicher Kandidatinnen gewinnen können. Es sei gelungen, die erste Hälfte der Stadtratsliste komplett paritätisch zu besetzen. Ausdrücklich bedankte Stadler sich bei der Kandidatenrunde für ihre Bereitschaft zum Ehrenamt zum Wohl der Heimatstadt.
Der Wahlvorschlag für die Stadtratswahl wurde im offiziellen Teil der Versammlung unter der Wahlleitung von Bezirksrat Heinrich Schmidt in geheimer Wahl einstimmig angenommen.
In einem Grußwort ging Schmidt auf die Bedeutung und Strahlkraft, die Zwiesel im Bayerischen Wald in der Vergangenheit gehabt habe, ein. Es sei traurig, dass die Stadt nunmehr sehr häufig aus negativen Gründen im Lichte der Berichterstattung stehe, ähnlich wie es auch in Viechtach lange Jahre der Fall war." Eine starke Stadt Zwiesel sei ein Gewinn für die ganze Region", so Schmidt.
MdL Manfred Eibl betonte die Wichtigkeit, wegweisende Maßnahmen für die Stadt zügig anzugehen. Momentan seien die Voraussetzungen günstig wie nie, da Bundes- und Staatsregierung umfangreiche Förderprogramme zur Verfügung stellten. Ob dies in den kommenden Jahren noch so der Fall sei, sei wegen der ungewissen wirtschaftlichen Entwicklung und des kommenden Strukturwandels fraglich.